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Safranprojekt in Afghanistan: teures Gewürz statt Schlafmohn

Während die Staatengemeinschaft um den künftigen Kurs in Afghanistan ringt, verzeichnet das christliche Hilfswerk Shelter Now erste Erfolge mit einem Safran-Projekt. Der Anbau des teuersten Gewürzes der Welt solle Bauern unabhängig von dem sonst oft ausgesäten Schlafmohn - dem Grundstoff für Heroin - machen, sagte der Vorsitzende von Shelter Now Deutschland, Udo Stolte in Braunschweig.

Ein Jahr nach dem Start des Projekts in der westafghanischen Provinz Herat sei eine erste gute Safran-Ernte eingefahren worden. Der Verkauf in Deutschland könne starten. Das Gewürz wird aus der Blüte einer im Herbst blühenden Krokuspflanze gewonnen.

Die zum Start beteiligten Bauern hätten von Shelter Now Krokuszwiebeln, das nötige Fachwissen und eine Anschubfinanzierung für den Dünger erhalten, erklärte Stolte. Von der Safran-Ernte erhält das Hilfswerk je 25 Prozent in den ersten vier Jahren, im Herbst waren es 700 Gramm. Mit dem Erlös wird das Projekt auf weitere Bauern ausgedehnt, die schließlich vollkommen eigenständig wirtschaften sollen.

Der Preis pro Gramm für das Edel-Gewürz liegt zwischen acht und zehn Euro. Für ein Kilogramm Safran benötigt man bis zu 150.000 Krokusblüten. „Die Kultivierung von Safran bringt afghanischen Bauern mehr Gewinn als der Anbau von Schlafmohn“, ist sich Stolte sicher.

Das christliche Hilfswerk Shelter Now ist seit 1988 in Afghanistan aktiv, wo derzeit rund 40 Mitarbeiter eingesetzt sind.

Quellen: dpa

08.02.10
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